Verlagshistorie

Ackermann zählt als einer der ältesten Verlage Deutschlands zu den größten Herausgebern hochwertiger Kunstkalender. Auf unsere Vergangenheit sind wir stolz – und auf unsere Zukunft freuen wir uns.

1597 – 1806
In der Zeit von 1452 bis 1455 druckte Johannes Gutenberg in Mainz die erste Bibel aus beweglichen Lettern und legte mit dieser Erfindung den Grundstein für die massenhafte Verbreitung von Informationen und Bildern zu Preisen, die sich im laufe der Jahrhunderte jeder leisten konnte. Dies war die Geburtsstunde des deutschen Verlagswesens.

Weniger als 150 Jahre später wurde 1597 Nikolaus Heinrich in München eine Buchdruckgerechtsame, also die Genehmigung, Bücher zu drucken, verliehen. Auf diese Genehmigung geht unser heutiges Verlagsgeschäft im Kern zurück.

München zählte damals knapp 20.000 Einwohner, die gotische Frauenkirche war vollendet und Herzog Maximilian I begann mit dem Bau der neuen Residenz.

1806 – 1864
Im Jahr 1806 wird Bayern ein Königreich mit München als königlicher Haupt- und Residenzstadt. Am 17. Mai desselben Jahres genehmigt der Münchner Stadtmagistrat den Erwerb der alten Buchhändlergerechtsame durch Ernst August Fleischmann, der das Geschäft als E. A. Fleischmann’sche Hof-Buch- und Kunsthandlung weiterführt und sowohl mit Büchern als auch mit Gemälden handelt.

1864 – 1878
Im Spätherbst 1864 trat Friedrich Adolf Ackermann in das Unternehmen ein. Zunächst als stiller, später als offener Teilhaber forcierte er den Ausbau der Geschäftszweige Kunsthandel und Buchhandel. Der Kunsthandel wurde abgegeben und im Jahr 1872 übernahm er den Buchhandel unter der Firma Friedrich Adolf Ackermanns Kunstverlag.

Von Anfang an konzentrierte sich Friedrich Adolf Ackermann neben der Herausgabe von Büchern auf das Verlegen von hochwertigen Reproduktionen (damals) zeitgenössischer und klassischer Kunst, die in aufwendigen Sammelmappen bald von der Maximilianstraße 2 in München aus weltweit verkauft wurden.

1879: Königlich Bayerischer Hoflieferant
Im April 1879 heißt es in einem Polizeibericht an den Münchner Magistrat: „Der Umfang (des Geschäfts) erstreckt sich unter anderen auf Schweden, Holland, England, Rußland und America“. Beliefert wurden auch die kgl. Hof- und Staatsbibliothek, das kgl. Ministerium des Inneren sowie die königliche Kunstgewerbeschule. Auch über die wirtschaftlichen Verhältnisse wird Auskunft gegeben: „In dieser Kunsthandlung werden 2 Commis, 1 Lehrling und 1 Ausgeher beschäftigt. Der Umsatz von diesem Geschäfte beträgt ungefähr 114 000 Mark jährlich“.

Im August 1879 schließlich wird Friedrich Adolf Ackermann die größte Ehrung zuteil: mit Schreiben des k. b. Obersthofmeister-Stabs vom 4. August 1879 wird mitgeteilt, daß Ludwig II, der bayrische Märchenkönig, ihn zum Königlich-Bayrischen Hoflieferanten ernennt.

1879 – 1903
Mit Aufkommen der Ansichts-Postkarte als Kommunikationsmittel besetzte Ackermann um die Jahrhundertwende diesen Markt. Herausgegeben wurden Reproduktionen klassischer Werke, aber auch eigens für den Verlag von namhaften Künstlern der Zeit gestaltete Motive. Daneben wurde ein Gemäldesalon unterhalten Friedrich Adolf Ackermann starb 1903 in München.

1903 – 1957
Nach langen Jahren des Umbruchs und schließlich der Umwandlung in eine GmbH 1928, übernahm der Züricher Verleger Walter Claasen den Verlag im Jahr 1937. Während des Dritten Reichs und des Kriegs blieb der Verlag in Schweizer Besitz und so war es trotz erheblicher Kriegsschäden möglich, mit Genehmigung der Militärregierung-Deutschland vom 25. April 1947 an den Betrieb wieder aufzunehmen.

Dem künstlerischen Anspruch folgend wurden stets neue, eigene Motive in Auftrag gegeben, doch reproduzierte man auch international namhafte Künstler wie Picasso, Marc oder Chagall und war bereits damals darauf bedacht, durch enge, direkte und persönliche Zusammenarbeit höchste Qualität zu bieten.

1957 – 2007
1957 wurde Hubertus Weinert erstmalig Einzelprokura erteilt. In den Folgejahren sollte er den Verlag als alleiniger Gesellschafter übernehmen und in diese Zeit fällt der erfolgreiche Aufbau des Kalendergeschäfts.

Nach einer erneuten Zeit des Umbruchs übernahm J. Michael Kathan als Verleger das Unternehmen.

2007
2007 übergab J. Michael Kathan den Staffelstab an die Merkur Marketing Services GmbH mit dem jetzigen Verleger Michael Kleine.